Wo sind junge Menschen in der Kirche anzutreffen? Welche Angebote interessieren junge Menschen? Wie kommen diese in unsere Gremien? Fragen, welche sich viele Personen aus Pfarreien und Pastoralräumen stellen.
Wie wäre es mit einer systematischen Analyse, um diesen Fragen auf die Spur zu kommen und Anhaltspunkte zur Veränderung zu erhalten? Diese Analyse nennt sich Situationsanalyse – die erste Handlung, um Prozesse ins Rollen zu bringen. Mit einer Situationsanalyse wird der IST-Zustand für eine gewisse Altersgruppe z. B. im Pastoralraum, der Pfarrei oder Seelsorgeeinheit erfasst.
Es verschafft einen Überblick über demografische Fakten, die örtliche Angebotslandschaft, die möglichen Netzwerk- und Kooperationspartner*innen sowie die vorhandenen Ressourcen.
Was ist der Nutzen?
Kirche ist ein Teil der Gesellschaft, weshalb die jungen Menschen in ihrer gesamten Lebenswelt erfasst werden sollten. Die Resultate helfen, erste Ansatzpunkte für eine Veränderung zu erkennen.
Die Erkenntnisse reichen von «Oh, eigentlich haben wir gar keine/wenige Angebote, welche interessant für junge Menschen sind» über «Da gibt es noch örtliche Netzwerkpartner*innen, die ich noch nicht kenne» bis hin zu «Die Ressourcen sind ausreichend/nicht ausreichend, damit junge Menschen einen Teil der Kirche sein dürfen».
Eine gründliche Analyse kann “Blindeflecken” aufdecken und eine Grundlage bilden für weiterführende Schritte.
Wie starte ich?
Eine Situationsanalyse sollte keine Einzelarbeit sein. Sondern im Austausch mit weiteren Mitarbeitenden, ehemaligen Angestellten oder sogar jungen Menschen selbst entstehen. Zudem ist eine gründliche Websitedurchforschung der Kirchen-, Schul- und politischen Gemeinden sowie lokalen Vereine von Vorteil.
Das angehängte Formular dient dazu, diese Situationsanalyse gezielt systematisch durchzuführen. Dieses kann zudem nach beliebigen Kriterien erweitert werden.
Wurde die Situationsanalyse gemacht und evaluiert, können in einem nächsten Schritt weitere Methoden angewendet werden, um die Interessen, Bedürfnisse, Stärken, Schwächen und Herausforderungen der lokalen jungen Menschen zu identifizieren. Darauf basierend können Interventionen geplant werden, welche die persönliche und soziale Entwicklung fördern. Dazu mehr auf der Website www.teilhabejungermenschen.ch
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